String in der Photovoltaik: Grundlagen und Funktion

Der Begriff String (deutsch: Strang) ist ein zentraler Begriff in der Photovoltaik-Technik. Er beschreibt die elektrische Reihenschaltung mehrerer Solarmodule, die zu einer gemeinsamen Einheit verbunden werden. Diese String-Schaltung dient dazu, die Gleichspannung (DC) der einzelnen Module zu addieren, sodass eine höhere Gesamtspannung entsteht, die für den effizienten Betrieb des Wechselrichters erforderlich ist. In einer typischen PV-Anlage werden mehrere Strings parallel geschaltet, um die gewünschte Leistung und Anpassung an die Gegebenheiten vor Ort zu erreichen.

Technische Details und Aufbau

Ein String besteht aus mindestens zwei Solarmodulen, die in Reihe geschaltet sind. Dabei wird der Pluspol des ersten Moduls mit dem Minuspol des nächsten Moduls verbunden, und so weiter. Diese Reihenschaltung führt dazu, dass sich die Spannungen der Module addieren, während der Strom gleich bleibt. Beispiel: Bei drei Modulen mit je 40 Volt und 10 Ampere ergibt ein String eine Spannung von 120 Volt bei 10 Ampere. Die Länge eines Strings, also die Anzahl der Module, wird durch die technischen Spezifikationen des Wechselrichters und die örtlichen Bedingungen bestimmt.

Praxisbeispiele und typische Werte

In der Praxis sind Strings ein wesentlicher Bestandteil jeder PV-Anlage. Typische Werte für Strings in deutschen Hausdachanlagen:

Beispiel: Eine 10-kWp-Anlage könnte aus zwei Strings mit je 10 Modulen (à 500 Watt) bestehen, die parallel an einen Wechselrichter angeschlossen sind. Dies ermöglicht eine flexible Anpassung an Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung oder Verschattung.

Relevanz für Hauseigentümer in Deutschland

Für Hauseigentümer in Deutschland ist das Verständnis von Strings wichtig, um die Planung und Effizienz ihrer PV-Anlage zu optimieren. Ein gut konfigurierter String sorgt für eine stabile Stromerzeugung und maximiert den Ertrag. Bei der Installation sollte darauf geachtet werden, dass Module innerhalb eines Strings ähnliche Bedingungen haben (z.B. gleiche Ausrichtung, keine Teilverschattung), um Leistungseinbußen zu vermeiden. In Deutschland sind Strings oft Teil von standardisierten Anlagen, die gemäß DIN-Normen (z.B. DIN VDE 0126) installiert werden, um Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.

Bezug zu Deutschland: Normen, Förderung und Markt

In Deutschland unterliegen PV-Anlagen und damit auch Strings strengen Normen. Die DIN VDE 0100-712 regelt die Errichtung von Niederspannungsanlagen, während die DIN EN 62446 Anforderungen an Dokumentation und Prüfung von PV-Systemen festlegt. Diese Normen stellen sicher, dass Strings sicher und effizient betrieben werden. Förderungen wie die EEG-Einspeisevergütung oder KfW-Darlehen setzen oft voraus, dass Anlagen normgerecht installiert sind, was die String-Konfiguration einschließt. Im deutschen Markt sind Strings ein Standardelement, da sie die Skalierbarkeit von Anlagen ermöglichen - von kleinen Einfamilienhäusern bis zu großen Gewerbedächern.

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String – Was ist das? Einfach erklärt | Glossar

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Stand der Technik 2026

TOPCon-Module erreichen aktuell 22,4 % Modulwirkungsgrad zu Großhandelspreisen um 92 ct/Wp. HJT-Module liegen bei 23,1 % und 1,08 €/Wp. Tandem-Module mit Perowskit-Silizium-Aufbau erscheinen erstmals als Kleinserie ab Herbst 2026 zu etwa 1,80 €/Wp – wirtschaftlich noch nicht relevant für den Endkunden. Wechselrichter-seitig dominieren Sungrow, Huawei, Fronius und SMA mit 95 % Wirkungsgrad nach EU-Norm.

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